Mein Name ist Joachim Neubert, ich arbeite als Softwareentwickler für die ZBW am Standort Hamburg. Ein halbes Jahr nach der Fachtagung “Semantic Web in Bibliotheken” (am 24./25.11.09 in Köln) würde ich das Bibcamp gerne nutzen, um Erfahrungen zusammenzutragen und auszutauschen: Wo haben sich Linked-Data-Ansätze entwickelt, welche Schwierigkeiten waren (oder sind noch) dabei zu überwinden, welche Projekte sind “in der Pipeline”? – Und natürlich passt das sehr gut zum Aufruf von Lambert “Bibliotheken zu Knotenpunkten im neuen Daten-Web machen”. Neben dem Publizieren sollten wir dabei übrigens auch die Nutzung von Linked Data in den Blick nehmen.
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Hallo,
ich hänge mich jetzt mal einfach in einem Kommentar an. Mein Name ist Adrian Pohl und ich arbeite als Assistent der Dienststellenleitung am Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen (hbz).
Lambert Heller und Joachim Neubert haben schon die Punkte angesprochen, die auch mir am wichtigsten sind: Linked Open Data und konkrete Praxiserfahrungen mit Semantic-Web-Technologien auf der einen und auch Projekten zur Freigabe von Metadaten auf der anderen Seite.
Darüberhinaus plädiere ich für einen kulturwissenschaftlichen Ansatz in den Bibliotheks- und Informationswissenschaften. Es ist es mir stets wichtig, die Handlungsoptionen und Entwicklungsmöglichkeiten von (in diesem Fall: wissenschaftlichen) Bibliotheken vor dem Hintergrund ihrer Rolle in der wissenschaftlichen Kommunikation und Wissensproduktion zu betrachten. Das heißt: Jede Standortbestimmung, Orientierung und Strategiefindung von Bibliotheken, Verbünden etc. muss immer in eine Analyse der Wissenschaftskultur und der dort zu findenden Praktiken der Erkenntnisgewinnung zugrundelegen. Dies schließt zeichen- und erkenntnistheoretische, medientheoretische, historische sowie sozialwissenschaftliche Ansätze mit ein und eben diesen transdisziplinären Angang findet man in den Kulturwissenschaften. Gerne würde ich auch zu diesem Thema – etwa anzhand einiger Visualisierungen – beim BibCamp was erzählen.
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