Linked Data und Analyse der Wissenschaftskultur

Mein Name ist Adrian Pohl und ich arbeite als Assistent der Dienststellenleitung am Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen (hbz).

Lambert Heller und Joachim Neubert haben schon die Punkte angesprochen, die auch mir am wichtigsten sind: Linked Open Data und konkrete Praxiserfahrungen mit Semantic-Web-Technologien auf der einen und auch Projekten zur Freigabe von Metadaten auf der anderen Seite.

Darüberhinaus plädiere ich für einen kulturwissenschaftlichen Ansatz in den Bibliotheks- und Informationswissenschaften. Es ist es mir wichtig, die Handlungsoptionen und Entwicklungsmöglichkeiten von (in diesem Fall: wissenschaftlichen) Bibliotheken vor dem Hintergrund ihrer Rolle in der wissenschaftlichen Kommunikation und Wissensproduktion zu betrachten. Das heißt: Jede Standortbestimmung, Orientierung und Strategiefindung von Bibliotheken, Verbünden etc. muss immer in eine Analyse der Wissenschaftskultur und der dort zu findenden Praktiken der Erkenntnisgewinnung zugrundelegen. Dies schließt zeichen- und erkenntnistheoretische, medientheoretische, historische sowie sozialwissenschaftliche Ansätze mit ein und eben diesen transdisziplinären Angang findet man in den Kulturwissenschaften. Gerne würde ich auch zu diesem Thema – etwa anhand einiger Visualisierungen – beim BibCamp was erzählen.

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Eine Antwort zu “Linked Data und Analyse der Wissenschaftskultur

  1. Den kulturellen Ansatz von Adrian Pohl finde ich ganz spannend. Mein Name ist Thomas Hapke, und ich arbeite als Fachreferent für Verfahrenstechnik an der TU Hamburg-Harburg und plädiere schon längere Zeit dafür, den Informationskompetenz-Ansatz in deutschen Bibliotheken stärker zu reflektieren. Dabei hat mich der französische Begriff “La culture de l’information” dazu angeregt, darüber nachzudenken, ob nicht vielleicht Bibliotheken statt Informationskompetenz zu fördern lieber Informationskultur fördern sollten?! Siehe auch die Erwähnungen dieses Begriffes in meinem Blog: http://blog.hapke.de/?s=informationskultur

    Vielleicht ist ja wirklich Zeit und Raum auf dem BibCamp darüber zu diskutieren, welche From von Informationskompetenz zukünftig wichtig bleibt und wird und ob dieser Begriff sich nicht irgendwann überholt?!

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