Gute Gründe für BibCamp-Besuch gesucht!

Zum BibCamp auf Dienstreise? Beim ersten BibCamp 2008 in Potsdam und Berlin war die Mehrheit der TeilnehmerInnen noch auf private Kosten angereist. In Hannover war immerhin gut die Hälfte der TeilnehmerInnen dienstlich unterwegs. Trotzdem vermuten wir, dass es vielleicht immer noch schwierig ist, Vorgesetzte davon zu überzeugen, diese neue und unkonventionelle Konferenz auf dienstliche Kosten zu besuchen.

Um diesen KollegInnen Argumente an die Hand zu geben, mit denen sie die Finanzierung des BibCamp-Besuchs oder zumindest eine entsprechende Freistellung erreichen können, bereiten wir derzeit ein Überzeugungspapier vor. Dafür möchten wir von euch wissen: Was sind eure Gründe für die Teilnahme am BibCamp?

2 Gedanken zu “Gute Gründe für BibCamp-Besuch gesucht!

  1. Das hängt natürlich stark von den Zielen der jeweiligen Einrichtung ab. Einer Unkonferenz wie dem BibCamp liegt dem gegenüber keine klare Zielsetzung zu Grunde. Ob es sich also lohnt einen Mitarbeiter abzuordnen und Reisekosten zu tragen lässt sich an fast nichts festmachen. Andererseits werden auf dem BibCamp (mehr oder weniger) heiße Zukunftsthemen unkonventionell debattiert. Man kann also die Möglichkeiten der Vernetzung mit den Protagonisten interessanter Strömungen (LinkedOpenData, moderne Kataloge etc.) als strategisches Mittel darstellen. Im Idealfall passen die BibCamp-Themen vielleicht sogar zu den aktuellen Projekten im Haus. Hierbei lässt sich gut damit argumentieren, dass das Vorhaben in der Community beworben und bewertet werden kann. Im Idealfall kommt man dann mit neuen Anregungen oder gar Kooperationszusagen zurück.

  2. Liebe HamburgerInnen, ich finde diese Argumentationshilfe ist eine Superidee! Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät, ein kleines Stückchen dazu beisteuern. Undzwar eine Wissensmanagement-Perspektive von zwei US-Wissenschaftlerinnen auf Barcamps in der Welt der Softwareentwickler — jener Szene also, aus der das BarCamp-Konzept ja ursprünglich kommt. Ich finde, daß das Papier BarCamps gut charakterisiert (siehe Zitat unten) und sie zutreffend im sozialen Kontext von erfindungsfreudigen, ansonsten eher virtuellen Communities von Praktikern ansiedelt. Das Papier endet mit der Beobachtung, daß die Technikgeschichte gut genug untersucht ist, um sagen zu können, daß aus solchen Kontexten die großen neuen Ideen kommen — jedenfalls häufiger als aus zugewiesener Arbeit in voneinander abgeschachtelten Softwareunternehmen (eins zu eins zu übersetzen mit: traditionellen Bibliotheksbehörden).

    Around the world, BarCamps are ad hoc gatherings of software developers, explicitly formulated as an open, interactive exchange [10]. Forged in opposition to perceived exclusions in the sharing of software development know-how, BarCamps, often referred to as “non-conferences,” challenge the hierarchies among speakers and audience, keynotes and panels, experts and laypersons. Organized in the form of collectives that meet on the fly, BarCamps exhibit a mode of ad hoc community exchange that employs the most flexible current tools of know-how exchange, including wikis, wifi, social bookmarking, photosharing, blogging, and chat. They have become one of the most popular “semi-official” ways in which software developers learn from, and forge, communities of practice.
    (…)
    BarCamps are full of a palpable excitement. Participants give up weekend leisure (after grueling work-week schedules in corporate programming jobs) in order to meet with people they come to consider their most intimate community, yet whom they largely know only on-line. The combination of virtual and physical worlds, technical and social discussions, work and leisure, and multiple programming and human languages makes BarCamps thrilling examples of open exchange for participants.

    (Quelle: Tracing Transnational Flows of IT Knowledge Through Open Exchange of Software Development Know-How)

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