Der Einzug der Discovery Systeme

Hallo an alle Entdecker!

Bibliothekskataloge sind schon interessant. Als ich das erste Mal mit einem konfrontiert wurde, fand ich ihn sehr sperrig. Es war so gar nicht das, was ich gewohnt war. Der alte OPAC der Hochschule Hannover ist nun mal nicht Google. Mittlerweile ist der neue ansprechendere Katalog in der Beta. Aber ist er auch besser?

Diese Frage möchte ich euch nicht beantworten, denn immer hin soll das hier eine Anregung für eine Session werden. Allerdings habe ich ein paar Worte zu Discovery Systemen zu sagen. Im diesem Semester des Studiengangs Informationsmanagement haben wir ein Fach mit dem Titel „Praxis der Digitalen Bibliothek“, in dem wir einen Katalog als Discovery System mithilfe von OpenRefine, Solr und Typo3-find aufsetzen (im Beitragbild sieht man den ersten Versuch davon). Das hat mich zum Nachdenken angeregt. Klar sind die ganzen Suchschlüssel praktisch für uns Bibliothekare. Denkt man nun aber an einen Studenten, der ein davon unabhängiges Fach studiert… Sind die Suchschlüssel dann wirklich so nützlich? Es ist ja nicht nur das simple Design, was Google und Co so attraktiv macht. Egal wie oder nach was wir suchen, wir bekommen ein Ergebnis. Wir bekommen auch irrelevante Ergebnisse – hunderte davon, aber letztendlich suchen wir die für uns relevanten Ergebnisse raus. Wir sind Entdecker. Wir sind in der Lage, Suchen auch ohne die sperrige Hilfe eines alten Systems weiter zu filtern und letztendlich unser Ergebnis zu finden. Ein Student hat keine Lust sich eine Hilfe durchzulesen, komische Suchschlüssel zu verwenden und am Ende trotzdem mit null Ergebnissen dazustehen. Discovery Systeme bieten uns Raum für Entdeckung auf einer Seite. Ein System, ein Suchschlitz, eine Suche. Auf der anderen Seite können wir aber auch beliebig unser Ergebnis filtern und sortieren.

Aber das sind nur Gedanken einer Studentin. Wir sind auf eure Anregungen und Meinungen gespannt. Ist das alte System wirklich so „sperrig“? Was können die Systeme voneinander lernen? Gibt es vielleicht sogar eine Angst vor der Übernahme der „unbibliothekarischen“ Discovery Systeme? Ist es der „Segen“, den die Bibliothekswelt brauchte? Oder geben wir am Ende nur klein bei und verneigen unseren Kopf vor Google und Co? Eure Anregungen, Meinungen und euer Wissen sind beim diesjährigem BIBCamp gefragt! Wir freuen uns darauf von euch zu hören!

Hier die Inspiration zu diesem Themenpost:
BuB – Forum Bibliothek und Information (2014): Die Hochschulen in Dresden und Leipzig entscheiden sich für Ex Libris Alma und Primo
Lohmeier, Felix (2017): Skript zum Seminar „Praxis der digitalen Bibliothek“ (Sommersemester 2017) –> Das Skript enthält noch einige andere interessante Quellen

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